Chronik unserer Pfarrkirche

Ursprung der Kirche

Zwei bedeutende Halndelsverbindungen - die friesische Straße von Münster nach Emden und die flämische Straße von Amstardam nach Hamburg - trafen in Schepsdorf aufeinander und querten die Ems. Fuhrwerke und Reisende wurden per Fährschiff übergesetzt, daher auch der Name Schepsdorf und das Schiff im Kirchensiegel.

Als im Jahre 851 die Reliquien des Hl. Alexander von Rom nach Wildeshausen überführt wurden, pilgerten viele Menschen, vor allem aus dem Gebiet Twente und Bentheim, nach Wildeshausen und nahmen dabei den Weg über Schepsdorf. Ander Emsfähre kam es zu Wartezeiten. Deshalb baute man an dieser Stelle für die Pilger eine kliene Holzkirche. Die nächste Alexanderkirche befindet sich eine Tagesreise weiter in Bawinkel.

Nach der Abholzung stattlicher Eichenwälder hatten sich im laufe vieler Jahre Sandwehen unangenehm bemerkbar gemacht - daher die tiefe Lage der Schepsdorfer Kirche. Früher konnte man in der Turmtür stehend die Kirchegänger aus dem Lohner Holze kommen sehen.

Baugeschichte der Kirche

Älteste erhaltene Bausubstanz sind die Außenmauern einer ehemals flachgedeckten romanischen Saalkirche aus dem 11./12. Jahrhundert. Diese wurden Ende des 15. Jahrhunderts um den Westturm (2 Glocken von 1477 sind noch vorhanden) und einen gerade geschlossenen Chorraum nach Osten erweitert und gotisiert. Im Jahre 1874 wurde der neogotische 5/8 Chor angebaut und die Kirche vollständig renoviert und neu ausgestattet. Eine letzte Erweiterung erfuhr das Gebäude mit dem Anbau der neuen Kriche im Jahre 1964/65, nachdem man das Außenmauerwekr der alten Kirche nach Norden hin geöffnet hatte.